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Polyoxymethylen

Polyoxymethylen

Die ersten Untersuchungen der Eigenschaften von POM wurden schon von Staudinger durchgeführt. Die thermische Instabilität bei den Verarbeitungstemperaturen führte aber dazu, dass POM damals keine technische Verwendung fand. Erst 1959 gelang es DuPont ein hochmolekulares, thermisch-stabiles Polyoxymethylen durch Veresterung der instabilen Hemiacetal-Endgruppe mit Acetanhydrid herzustellen. Ein paar Jahre später gelang es Ticona (Kooperation von Celanese und Höchst) durch Copolymerisation von Trioxan mit geringen Mengen von cyclischen Ethern bzw. cyclischen Acetalen ein stabiles Copolymer (Hostaform) herzustellen. Seitdem sind die unterschiedlichsten Verfahren für die Herstellung von POM entwickelt worden. Die Kristallinität der Copolymere POM-C ist niedriger als die der Homopolymere POM-H, aber sie sind widerstandsfähiger gegen Laugen.

Abb.1

Polyacetale haben eine ganze Reihe ausgezeichneter Eigenschaften und werden daher in Bereichen eingesetzt, die vorher Metallen vorbehalten waren. Sie sind extrem verschleißfest, beständig gegen alle üblichen Lösemittel und bieten hohe Maßhaltigkeit für Präzisionsteile (Dimensionsfestigkeit). Neben dem geringen Gewicht besitzt POM hervorragende mechanische Eigenschaften bezüglich Härte, Festigkeit und Zähigkeit. Wegen des relativen hohen Verarbeitungsaufwandes werden sie zumeist für technische Anwendungen eingesetzt, z. B. Uhrwerke, Feinwerktechnik in Messgeräten, Reißverschlüsse, aber auch Spielzeug (Playmobil®).

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