zum Directory-modus

Polyvinylacetat (PVAc)

Kaugummi

Viele Menschen lieben es, jeder kennt ihn - den Kaugummi.

Wir kennen den Kaugummi in allen möglichen Formen und Farben: weiß, lila, rosarot, gestreift, kugelrund, rechteckig oder pillenförmig. Mit Kirsch-, Pfefferminz-, oder Lakritzgeschmack.

Englisch heißt Kaugummi "Chiclegum" oder "Bubblegum". Er stammt ursprünglich aus Amerika.

Abb.1

Er wird aus natürlichem Kautschuk, dem Saft des in Mexiko wachsenden Baumes Chicozapote oder auch aus Polyvinylacetat als synthetische Kaugummigrundlage hergestellt.

Ein Kaugummi besteht aus 0,5 bis 1,2 Prozent Aromastoffen, 19,4 bis 25 Prozent Kautschukanteil (Kunststoff aus Polyvinylacetat oder Polyisobutylen), 0,5 bis 6,5 Prozent Glycerol sowie aus Kornsirup (19,8 Prozent) bzw. dem Zuckerersatz Sorbitol (15 Prozent).

Kaugummikauen ist eine Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. In den vergangenen Jahren ließen sie sich das zähe Vergnügen ganze 1,2 Milliarden Mark kosten. Auffällig: Kaugummis werden auch bei Älteren immer beliebter. In der Altersgruppe zwischen 40 und 50 bekennen sich mehr als doppelt so viele Menschen zum Kauen als noch vor einem Jahrzehnt. Echte Kinder-Kaugummis machen nur ein Fünftel des Umsatzes aus. Immer beliebter bei Erwachsenen werden "Funktionskaugummis" für oder gegen alles Mögliche: Gegen Rauchen, gegen Übelkeit und neuerdings sogar für das Traumgewicht. Und wer bis tief in die Nacht hellwach und aktiv bleiben will, kaut Guarana-Kaugummis mit Coffein aus den Samen südamerikanischer Pflanzen. Das Gegenteil, nämlich den "Seelenfrieden", versprechen Kaugummi-Kugeln mit Basilikum als Spender himmlischer Gelassenheit.

Eine Studie des Erlanger Psychologen Dr. Siegfried Lehrl sorgte für Aufsehen. In seinen Experimenten will er eine drastische Steigerung des Konzentrationsvermögens durch Kauen festgestellt haben. Seine Empfehlung lautet: Kaugummikauen im Unterricht, da man dann doppelt so viel Lehrstoff aufnehmen kann.

Zum Verkaufsschlager haben sich Zahnpflege-Kaugummis entwickelt. Sie versprechen Hilfe bei Zahnproblemen wie Belägen, Karies oder Paradontose.

Seite 5 von 6