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Polymethylmethacrylat PMMA

Eigenschaften von Polymethylmethacrylat

Abb.1
Das Münchner Olympiadach
Photo mit freundlicher Genehmigung der Röhm GmbH & Co KG, Darmstadt, www.plexiglas.de

Das amorphe, glasklar transparente, thermoplastische Material zeichnet sich durch seine hervorragende Beständigkeit gegenüber Witterung, Licht und UV-Strahlung aus. Die Methyl-Gruppen in α-Stellung sind für die Widerstandsfähigkeit gegen Photoabbau verantwortlich. Selbst jahrzehntelanger Einsatz im Freien führt nicht zum Vergilben oder zur Trübung. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Überdachung des Münchner Olympiastadions, bei der ca. 38.000 m 2 Plexiglas verarbeitet wurden.

Abb.2
Optische Linsen aus PMMA
Photo mit freundlicher Genehmigung der Röhm GmbH & Co KG, Darmstadt, www.plexiglas.de

Aufgrund seiner ausgezeichneten optischen Eigenschaften eignet sich PMMA für Anwendungen als leichtgewichtige Lupen, Prismen und Linsen. Polymethylmethacrylat lässt sich auch gut schleifen und polieren. Allerdings ist es empfindlicher gegen Kratzer als Glas.

Die maximale Gebrauchstemperatur liegt im Falle einer Dauerbelastung bei 65 bis 90 °C, bei kurzzeitiger Belastung bei 85 bis 100 °C. Gegen die meisten Chemikalien ist es beständig, außer gegen Chlorkohlenwasserstoffe, Lösungen mit Alkoholgehalten von über 30 %, benzolhaltiges Benzin, Nitrolacke und Nitroverdünnung (Lösemittelgemische für Nitrolacke aus Kohlenwasserstoffen und Estern) sowie konzentrierte Säuren.

Abb.3

Polymethylmethacrylat brennt knisternd und verströmt dabei einen fruchtigen Geruch. Es kommt nur zu geringer Rauchentwicklung.

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