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Polyacrylamid

Verwendung von Polyacrylamid I

Polyacrylamid-Gelelektrophorese

Etwa seit 1990 hat die Verwendung vom Polyacrylamid als Elektrophorese-Gel stark an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen der Proteinanalytik wird häufig die zweidimensionale Polyacrylamid-Gelelektrophorese (PAGE) mit dem anionischen Detergens Natriumlaurylsulfat (Sodium dodecyl sulfate, SDS) durchgeführt. Siehe Zweidimensionale Gelelektrophorese oder speziell SDS-PAGE - die zweite Dimension.

Bei der SDS-PAGE handelt es sich um eine Methode, mit der Proteine entsprechend ihrer Molmasse aufgetrennt werden. Dies ist möglich, da Polyacrylamid ein poröses Gel bildet, durch das größere Moleküle stärker zurückgehalten werden als kleinere.

Durch Inkubation der Proteine mit SDS und Mitteln, welche Disulfid-Brücken reduzieren (2-Mercaptoethanol oder Dithiothreitol (C4H10O2S2)), werden diese vollständig denaturiert und dissoziiert. SDS bindet an die hydrophoben Regionen der Proteine. Die Ladungen der Proteine werden durch das stark negativ geladene SDS maskiert, so dass sich in der Regel alle Proteine im gleichen Ladungszustand befinden. Mit dieser Methode erhält man Informationen über die Molmasse von Aminosäuren.

Das Gel wird in situ aus einer Stammlösung, die Acrylamid und N,N'-Methylenbisacrylamid enthält, und wässriger Pufferlösung angerührt. Die Polymerisation wird durch Ammoniumpersulfat und den Vernetzer TEMED (N,N,N',N'-Tetramethylethylendiamin) gestartet.

Gelpermeationschromatographie

In der Gelpermeationschromatographie werden vernetzte Polyacrylamide als Säulenmaterial für wässrige Lösungen eingesetzt. Auch diese Gele werden mit N,N'-Methylenbisacrylamid als Vernetzer hergestellt. Durch die Wahl der Vernetzermenge kann man verschiedene Porengrößen einstellen.

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