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Mehr Informationen zu den Entdeckungen von Shirakawa, MacDiarmid und Heeger

Die Entdeckungen, die letztendlich zur Verleihung des Nobelpreises an Shirakawa, MacDiarmid und Heeger führten, wurden durch einen Wägefehler eines Mitarbeiters von Shirakawa initiiert. Anfang der 1970er Jahre suchte Hideki Shirakawa nach einer Herstellungsmethode für Polyacetylen, bei der das Verhältnis von cis- und trans-Isomer besser auszubalancieren ist. Durch einen Fehler beim Einwiegen des Katalysators kam die tausendfache Menge zum Einsatz. Dabei entstand ein silbrig schimmernder Polyacetylen-Film, der trotz des metallischen Aussehens kein metallischer Leiter, sondern ein Halbleiter war.

In den USA experimentierten zu dieser Zeit Alan MacDiarmid und Alan Heeger mit der Polymerisation von Schwefelnitrid und erhielten dabei ebenfalls metallisch aussehende Filme. Bei einer Vortragsveranstaltung in Tokio unterhielten sie sich während einer Kaffeepause mit Shirakawa. MacDiarmid lud Shirakawa zu gemeinsamen Experimenten an die Universität von Pennsylvania ein. Dort fanden sie gemeinsam heraus, dass man Shirakawas silberfarbenes trans-Polyacetylen mit Iod-Dämpfen dotieren musste, um die Leitfähigkeit bis auf die Werte von Kupfer und Silber zu erhöhen.