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Zellzyklus, Mitose und Meiose

Die Meiose

Der Begriff Meiose (griech. meiosis "Verminderung") bezeichnet einen speziellen Typ der Zellteilung, der zu vier genetisch verschiedenen Tochterzellen führt, von denen jede nur die Hälfte der Chromosomen der Mutterzelle beinhaltet. Während die Mitose Körperzellen für Wachstum und Gewebeteilung produziert, bildet die Meiose Keim- oder Geschlechtszellen (Gameten), also Eier oder Spermien. Die Meiose beinhaltet zwei aufeinander folgende Zellteilungen. In Analogie zur Mitose ist sie in die sechs Abschnitte Prophase, Prometaphase, Metaphase, Anaphase, Telophase und die Cytokinese gegliedert.

Über diese Analogie hinaus unterscheidet sich die erste meiotische Teilung (Meiose I) in zwei wichtigen Details von einer normalen Mitose:

  1. In der Metaphase I bilden sich zwei Reihen von Chromosomen an der Zelläquatorebene. Diese Aufreihung der jeweils homologen (sich entsprechenden) Chromosomen des Vaters und der Mutter wird als Synapsis bezeichnet.
  2. In der folgenden Anaphase I wird dann jedes Paar homologer Chromosomen getrennt, während die beiden Chromatiden jedes Chromosoms zusammenbleiben.

Nach der Meiose I liegt in den Tochterzellen nur ein einfacher Chromosomensatz (1n) mit jeweils zwei Chromatiden pro Chromosom vor (2c). Da sich die zweite meiotische Teilung direkt ohne eine dazwischen geschaltete Interphase anschließt, entstehen erneut zwei Tochterzellen mit nunmehr nur einem Chromatid eines haploiden Chromosomensatzes (1n/1c). In der darauf folgenden Interphase werden die Einzelchromatiden dann repliziert und es entsteht das typische Gameten-Genom: 1n/2c.

Abb.1
Meiose I und II
Abb.2
Schematischer Ablauf der Meiose I
© Wiley-VCH

Hinweis: Es werden nur die Meta- und Anaphase genauer betrachtet, um die Unterschiede zur Mitose herauszustellen.

Literaturverzeichnis

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