Hierzu müssen wir zunächst verstehen, warum Wasser eigentlich fließt:
Wie jeder Gegenstand, der sich passiv bewegt, fließt Wasser grundsätzlich von Bereichen eines höheren Potenzials
(Potenzialenergie) zu Bereichen mit einem niedrigeren Potenzial, also z.B. entlang der Erdanziehung einen Berg
hinunter. Hierbei leistet Wasser Arbeit und verliert an Energie, die z.B. über Turbinen in Elektrizität umgewandelt
werden kann. Die treibende Kraft für das Fließen von Wasser wird als Wasserpotenzial
(Ψ) bezeichnet und als Druck (Energie pro Volumeneinheit) beschrieben, der in Megapascal (
Da Wasser nicht nur in reiner Form, sondern auch in Lösung oder gebunden vorkommt, wird das Wasserpotenzial auch allgemeiner als:
ist die Wasserverfügbarkeit eines wasserhaltigen Systems oder ein Maß für das Bestreben eines Systems, Wasser abzugeben
definiert. Je höher Ψ, desto größer ist die Tendenz eines Systems, Wasser abzugeben. Diese weitergehende Definition des Wasserpotenzials beinhaltet vier Komponenten:
(1)Wobei π der osmotische Druck durch gelöste Stoffe ist;