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Transportprozesse

Transportproteine im Blut

Definition
Plasmaproteine sind Proteine des Blutplasmas und der interstitiellen Flüssigkeit, die unter physiologischen Bedingungen in beiden Kompartimenten gleich verteilt sind. Darunter sind eine Reihe von Proteinen mit Transportfunktionen.

So werden alle fettlöslichen und auch viele wasserlöslichen Hormone für den Transport in der Blutbahn an bestimmte Transportproteine, auch Carrier genannt, gebunden. Nur mit Hilfe der Carrier gelangen die Hormone bis zu den Zielzellen. Sind nicht genug Carrier vorhanden, so ergibt sich das Bild eines Hormon-Mangels, da die benötigten Hormone nicht mehr zu den Zielzellen gelangen können. Albumin ist eines der wichtigsten Carrierproteine, es transportiert außer Hormonen auch noch Salze und Vitamin C. Globuline befördern Lipoide und Schwermetalle, während das Chromoprotein Hämoglobin für den Gastransport (O2-Transport) zuständig ist.

Auch viele Arzneistoffe benötigen Carrier, um an ihren Wirkungsort zu gelangen. Zwei gut charakterisierte Klassen solcher Transportproteine sind die organischen Kationentransporter und die multidrug resistance-Proteine. Die klinische Bedeutung dieser Proteine liegt neben der Verteilung bzw. Elimination von Arzneistoffen vor allem auch im möglichen Auftreten von Arzneimittelinteraktionen, d.h. in Fällen, bei denen verschiedene Arzneistoffe oder auch endogene Substrate um dasselbe Carrierprotein konkurrieren.

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