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Rezeptorassoziierte Krankheiten

Krankheiten, die mit Rezeptoren in Zusammenhang stehen

Gerade in den letzten Jahren sind mehr und mehr Rezeptor-Mutationen entdeckt worden, die mit einem breiten Spektrum von vererblichen und somatischen Krankheiten verknüpft sind. Die entsprechenden defekten Rezeptoren sind beispielsweise nicht mehr in der Lage, Liganden zu binden oder Signale adäquat weiterzugeben, während sich bei anderen die Signaltransduktion nicht mehr oder nicht mehr ausreichend abschalten lässt. Manche Mutationen führen auch dazu, dass die entsprechenden Rezeptoren nicht in ausreichenden Mengen hergestellt bzw. in die Membran eingebaut werden. Bei einigen Erkrankungen, die in Zusammenhang mit Rezeptoren stehen, sind nicht die Rezeptoren für die Krankheit verantwortlich, sondern Autoantikörper, die gegen diese Rezeptoren gerichtet sind. Dieses ist z.B. bei der Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis oder dem Lambert-Eaton-Syndrom der Fall.

Nach den Strukturklassen sind im folgenden auch die durch defekte Rezeptoren verursachte Krankheiten eingeteilt worden. Bei den Ionenkanal-Krankheiten (channelopathies) sind der Vollständigkeit halber auch solche aufgelistet, bei denen das betreffende Kanalprotein nicht zu den Rezeptoren zu zählen ist (z.B. spannungsgesteuerte Kanäle).

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