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Konjugierte Proteine

Glycoproteine als Frostschutzmittel

In der Antarktis können bestimmte Fische noch bei Wassertemperaturen von -1,85 °C überleben. Glycoproteine im Blut sorgen dafür, dass das Blut dieser Fische nicht gefriert.

Die Frostschutz-Glycoproteine dieser antarktischen Fische sind aus bis zu 50-fach wiederholten Tripeptideinheiten Ala-Ala-Thr aufgebaut. Am Threonin trägt jedes dieser Tripeptide ein Disaccharid (β-Galactosyl-(1-3)α-N-galactosamin). Die starren, dicht gepackten Disaccharideinheiten geben dem Polypeptid die Eigenschaften eines flexiblen Stabes, und das verhindert vermutlich die Eisbildung und stabilisiert unterkühltes Wasser. Es gibt allerdings bei andern Kaltwasserfischen auch Frostschutzproteine ohne diese Disaccharide. Die Frostschutzproteine dieser Fische sind reich an Alanin und Cystein und weisen α-helicale Strukturen auf.

Literatur

Eastmann, J. T.; DeVries, A. L. (1989): Antarctic fishes. In: Life at the Edge - Readings from Scientific American. J. Gould L. C. Gould G. (Hrsg.). W.H. Freeman and Co4 , 49-58

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