zum Directory-modus

Spezifische und unspezifische Proteolyse

Der partielle Proteinverdau: Das Fingerprint-Verfahren

Bei Verwandtschaftsanalysen werden häufig bestimmte Proteine im so genannten Fingerprint-Verfahren (auch Cleveland-Analyse genannt) miteinander verglichen. Fingerprint-Analysen können auch eingesetzt werden, um ein prozessiertes Protein mit seinem Vorläuferprotein zu vergleichen oder um Modifikationen zu analysieren. Grob schematisiert wird diese Methode folgendermaßen durchgeführt:

Abb.1
1. Proteolytische Spaltung von drei verschiedenen Proteinen

Im ersten Schritt des Fingerprint-Verfahrens werden die Proteine mit einer oder auch verschiedenen spezifischen Proteasen verdaut. Wenn die Unterschiede die jeweilige Erkennungssequenz der Protease betreffen, produzieren die Proteasen andere Spaltprodukte. Protein 1 enthält zwei Erkennungsstellen für die Protease, während Protein 2 und 3 jeweils nur eine mögliche Spaltstelle aufweisen.

Abb.2
2. Analyse der Spaltprodukte im SDS-Gel

Im zweiten Schritt werden die Spaltprodukte im SDS-Polyacrylamid-Gel aufgetrennt. Im hier gezeigten Beispiel unterscheidet sich das Muster der drei Proteine deutlich.

Literatur

Cleveland, D. W.; Fischer, S. G.; Kirschner, M. W.; Laemmli, U. K. (1977): Peptide mapping by limited proteolysis in sodium dodecyl sulfate and analysis by gel electrophoresis.. In: J. Biol.Chem.. 252 , 1102-1106

Zugang zur PubMed-Datenbank

Seite 6 von 6>