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Proteinreinigung

N-terminaler Proteinabbau nach Edman: das Prinzip

Die aminoterminale Aminosäure eines Proteins lässt sich relativ einfach bestimmen, indem diese Aminosäure mit einem Farbreagenz gekoppelt und das Protein dann vollständig hydrolysiert wird. Derartige Reagenzien, die mit der N-terminalen Aminosäure eine kovalente, stabile Verbindung eingehen, sind z.B. Fluordinitrobenzol (FDNB), das mit der α-Amino-Gruppe zum gelben Dinitrophenyl-(DNP-)Derivat reagiert, oder Dansylchlorid, das mit Aminosäuren zu stabilen, stark fluoreszierenden Sulfonamiden reagiert.

Der Edman-Abbau (nach Pehr Edman) beruht auf einem ähnlichen Prinzip; allerdings wird das Protein hier nicht vollständig hydrolysiert. Die aminoterminalen Reste des Proteins werden mit Phenylisothiocyanat markiert und durch eine milde Hydrolyse Schritt für Schritt vom Restprotein abgespalten. Die markierte Aminosäure kann dann isoliert und chromatographisch identifiziert werden. So lässt sich prinzipiell Schritt für Schritt die komplette Aminosäure-Sequenz eines Proteins bestimmen.

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Abb.1
Schematische Darstellung des Edman-Proteinabbaus

Hinweis: Die N-terminale Aminosäure wird markiert und vom Rest des Proteins abgespalten.

Literatur

Edman , P.; Begg, G. (1967): A protein sequenator.. In: Eur. J. Biochern.. 1 , 80-91

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