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Gelelektrophorese

Herstellung eines Polyacrylamid-Gels: die Polymerisierungsreaktion

Bei der Polyacrylamid-Gelelektrophorese (PAGE) wird ein Netzwerk aus Acrylamid und N,N'-Methylenbis(acrylamid) generiert, das eine definierte Porengröße hat. Je nach Größe der zu trennenden Proteine (oder auch Nucleinsäuren) wird die Mischung aus Acrylamid und Bis(acrylamid) so eingestellt, dass die Poren größer oder kleiner sind. Üblicherweise liegen die verwendeten Polyacrylamid-Konzentrationen zwischen 3 und 15 %; der Anteil an Bis(acrylamid) beträgt in der Regel 5 % vom Acrylamid-Anteil. Diese Gele sind zur Trennung von Proteinen zwischen 20 und 250 kDa geeignet.

Die Polymerisation wird durch freie Radikale initiiert: aus dem chemischen Zerfall von Ammonium-Persulfat oder dem Photozerfall von Riboflavin in Gegenwart von Sauerstoff. In beiden Fällen ist es notwendig, als Stabilisator freier Radikale TEMED (N,N,N',N'- Tetramethylendiamin) zuzugeben.

Abb.1
Polymerisationsreaktion von Acrylamid und N-N'- Methylenbis(acrylamid) zu einem Polyacrylamid-Gel.
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