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Membran- und Aktionspotenzial

Inaktivierung des Na+-Kanals

Der spannungsabhängige Na+-Kanal kann in (mindestens) drei verschiedenen Zuständen vorliegen: geschlossen, offen und inaktiviert. Während der Kanal in Ruhe geschlossen ist, wird er durch eine Depolarisation aktiviert und öffnet sich. Hält die Depolarisation an, geht der Kanal automatisch in den inaktivierten Zustand über. Das heißt, die offene Pore wird durch ein Inaktivierungstor (rot) geschlossen. In diesem Zustand ist der Kanal nicht mehr aktivierbar. Erst bei einer Repolarisation stellt sich die Ausgangssituation wieder ein. Es gibt starke Hinweise, dass das Inaktivierungstor von Teilen des Schleifenbereichs zwischen der dritten und vierten Domäne des Na+-Kanals gebildet wird.

Abb.1
Mechanismus der Inaktivierung des Na+-Kanals

Viele K+-Kanäle besitzen ebenfalls die Eigenschaft der Inaktivierung. Das Inaktivierungstor wird dabei üblicherweise Inaktivierungsball genannt, da es im N-Terminus der Kanäle lokalisiert ist und wie ein Ball an einer Kette in die Pore hineinschwingen kann (so genannter ball and chain-Mechanismus).

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