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Molecular Modelling

QSAR (Quantitative Struktur-Aktivitätsbeziehung)

Die Quantitative Struktur-Aktivitätsanalyse (QSAR) wurde von C. Hansch und A. Leo (1995) eingeführt und war ein großer Durchbruch zum Verständnis der Beziehung von physikalisch-chemischen Moleküleigenschaften und der biologischen Aktivität. Sie basiert auf der Annahme, dass die Bioaktivität eines Moleküls als Funktion von hydrophoben, elektronischen und sterischen Moleküleigenschaften beschrieben werden kann. Für homologe, miteinander verwandte Strukturen ist es möglich, die pharmakologische Aktivität über einfache Eigenschaften mithilfe von statistischen Methoden zu korrelieren. Dazu wird zunächst die bioaktive Konformation aller Moleküle ermittelt und übereinander gelegt. Ausgehend von dieser Struktur mit der größten Übereinstimmung für alle verglichenen Moleküle werden dann die Eigenschaften berechnet (oder manchmal auch experimentell abgeleitet) und miteinander korreliert.

Seit der Veröffentlichung dieser Methode wurde sie für zahlreiche industrielle Anwendungen zur Herstellung von Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Obwohl mittlerweile auch hier Verbesserungen wie das 3D-QSAR entwickelt wurden, ist die klassische QSAR immer noch eines des Hauptverfahren in Bereichen wie der Pestizidentwicklung, der Materialwissenschaften oder der Umweltchemie.

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