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Konzept der Leitstruktur

Pflanzliche Leitstrukturen

Pflanzen haben einen enorm vielseitigen sekundären Stoffwechsel, der tausende verschiedener Metabolite wie z.B. Alkaloide, Glycoside, Flavone und Terpene synthetisieren kann. Unter dem Selektionsdruck, nicht gefressen zu werden, bot dieser Riesenpool eine wunderbare Spielwiese für die Evolution. Es wurden gerade solche Stoffe begünstigt, die bei potenziellen Fressfeinden, das sind seit dem Tertiär v.a. Säugetiere, einen unangenehmen Geschmack oder Vergiftungen erzeugen. Somit sind diese Substanzen in gewisser Weise an den Wirkorten (Targets) des tierischen Stoffwechsels getestet worden und haben mit diesem eine Coevolution erfahren.

Abb.1
Roter Fingerhut
Abb.2
2D-Struktur von Digitoxin

Der rote Fingerhut Digitalis purpurea mit seinem potenten Herzglycosid: Digitoxin, das nicht nur als Leitstruktur, sondern direkt als Medikament eingesetzt wird.

Abb.3
Eibe
Abb.4
2D-Struktur von Paclitaxel

Die amerikanische Eibe Taxus brevifolia aus der Paclitaxel (Taxol), ein neuartiges Tumor-Therapeutikum gewonnen wird.

Abb.5
Ai Yen Artemisia annua
Abb.6
2D-Struktur von Artemisinin

Die bereits seit mehr als 1.000 Jahren in der chinesischen Medizin eingesetzte Heilpflanze Ai Yen (Artemisia annua) enthält das Sesquiterpen-Lacton Artemisinin (Qinghaosu), das ein hochwirksames Therapeutikum gegen Malaria darstellt.

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