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Kombinatorisches Wirkstoffdesign

Screening von Substanzbibliotheken mit Radioaktivität

Abb.1
Rezeptorbindungsaffinität einiger 1,4-Benzodiazepine

Rezeptorbindungsaffinität einiger 1,4-Benzodiazepine in 7,5 mM Lösung, gemessen mit 125 I markiertem CCK-8 des CCK A-Rezeptors. Abkürzungen: Nle: Norleucin, Bn: Benzyl, n-Pr: n-Propyl.

Neben der klassischen Autoradiographie, die auf der Verlagerung von Radioliganden vom Marker in den Testsubstanz-Target-Komplex beruht, ist hier vor allem der scintillation proximity assay (abgekürzt SPA) am weitesten verbreitet.

Abb.2
Prinzip des SPAs

Wenn in einem scintillation proximity assay eine radioaktiv markierte Testsubstanz an das Target bindet, gerät das Radioisotop in enge Nachbarschaft zu einer als Szintillant bezeichneten Substanz, die unter der Einwirkung von β-Teilchen Licht emittiert (Szintillation). Der Szintillant ist entweder direkt in den Polymer-Kügelchen oder einer Mikrotiter-Platte enthalten. Da β-Teilchen in wässriger Lösung nur eine geringe Reichweite aufweisen, kann die Szintillation nur von gebundenen, nicht aber von frei in der Lösung befindlichen Radioliganden ausgelöst werden.

Trotz der Nachteile radiometrischer Verfahren werden immer noch ca. 20-50 % aller Screenings auf diese Weise durchgeführt.

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