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Inositol-1,4,5-triphosphat (IP3)

IP3 bewirkt die rasche Freisetzung von Ca2+-Ionen aus dem endoplasmatischen Retikulum und dem sarkoplasmatischen Retikulum glatter Muskelzellen. Dadurch erhöht sich der intrazelluläre Ca2+-Spiegel und löst Prozesse wie die Kontraktion glatter Muskeln, den Glycogen-Abbau und die Exocytose aus. Durch Injektion von IP3 in Xenopus-Oocyten werden frühe Ereignisse der Befruchtung in Gang gesetzt.

Abb.1
1D-myo-Inositol-1,4,5-triphosphat

Der von IP3 kontrollierte Ionenkanal ist ein sehr großes Molekül mit mehreren transmembranen Segmenten. Zur Bildung des Kanals lagern sich vier Untereinheiten zusammen; zur Öffnung des Kanals müssen mindestens drei IP3-Moleküle an Bindungsstellen auf der cytosolischen Seite des Kanals binden.

IP3 ist ein kurzlebiger Botenstoff; er wird innerhalb weniger Sekunden (in Nervenzellen des Riechsystems innerhalb von 100 ms) weiter abgebaut und verhindert so eine zu lange Öffnung der Kanäle. IP3 kann zu Inositol-1,3,4,5-tetraphosphat phosphoryliert oder auch von Phosphatasen zu Inositol abgebaut werden.

IP3 und Krankheiten

Das bei Depressionen eingesetzte Lithium-Ion wirkt vermutlich, indem es die Wiederverwertung von IP3 blockiert.

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