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Neurotransmitter

Acetylcholin

Formel

Mouse
Abb.1
Acetylcholin (2D)
Abb.2
Acetylcholin (3D)

Vorkommen und Bildung

Acetylcholin ist der Neurotransmitter von Motoneuronen an Drüsen, Muskeln und peripheren Ganglien. Es wird in den Endigungen der präsynaptischen Axone durch die Übertragung einer Acetyl-Gruppe von Acetyl-CoA auf Cholin synthetisiert. Diese Reaktion wird von der Cholin-Acetyltransferase katalysiert. Ein Teil des Acetylcholins wird dann erneut in synaptische Vesikel aufgenommen, während der Rest im Cytosol verbleibt.

Funktion

Acetylcholin ist der Transmitter an den motorischen Endplatten. Diese stellen die Verbindung zwischen Nerv und quergestreifter Muskulatur her. Die präsynaptische Membran ist von der postsynaptischen durch einen Spalt getrennt. Das Ende des präsynaptischen Axons ist mit synaptischen Vesikeln gefüllt, die Acetylcholin enthalten. Das Eintreffen eines Nervenimpulses führt zur Freisetzung des Acetylcholins in den Spalt. Die Wechselwirkung von Acetylcholin mit spezifischen Rezeptoren öffnet eine spezielle Art von Kationenkanal, der fast gleichermaßen für Natrium- und Kalium-Ionen permeabel ist. Die Leitfähigkeit erhöht sich beträchtlich und es kommt zu einem starken Einstrom von Natrium-Ionen und einen schwächeren Ausstrom von Kalium-Ionen. Der Einstrom von Natrium-Ionen depolarisiert die postsynaptische Membran und ruft ein Aktionspotenzial in der benachbarten Axon- oder Muskelmembran hervor.

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