Das Hormonsystem kann auf veschiedene Art und Weise gestört sein:
Hormone regulieren die Stoffwechselfunktionen. Wird in die Produktion dieser biologischen Informationsträger eingegriffen, so verändert sich die Leistung der von ihnen regulierten Drüsen. Sowohl eine Überfunktion (z. B. Hyperthyreose, Hypergonadismus) durch einen Überschuss an metabolisch aktivem Hormon als auch eine Unterfunktion (z. B. Hypothyreose, Hypogonadismus) bei Hormonmangel können die Folge sein.
Erkrankungen der Drüsen an sich können in gutartigem (benignem) Wachstum, wie z.B. Kropfbildung, oder in bösartigem (malignem) Wachstum, wie z.B. bei Nebennierenkarzinomen, bestehen.
Entzündungsreaktionen gegen das eigene Gewebe können die Funktionalität der Drüse beeinträchtigen, z.B. bei einer Immunthyreopathie der Schilddrüse oder Multipler Sklerose des ZNS. Nur bei der Schilddrüse ist bekannt, dass es bei einer solchen Autoimmunerkrankung auch zu einer metabolischen Stimulation kommen kann. Dabei werden Antikörper gegen den Rezeptor von TSH (Schilddrüsen-stimulierendes Hormon) gebildet, welche so die Schilddrüse stimulieren (Hashimoto-Syndrom).
Genetische Einflüsse: durch Veränderungen (Mutationen etc.) der für eine normale Expression oder Wirkung eines Botenstoffs benötigten Gene.
Apperzeptive Einflüsse: Einflüsse durch die Umwelt oder psychische Zustände (z.B. Stress, Depressionen).
Altersbedingte Einflüsse: Störungen der Genregulation, des Stoffwechsels u.a.
Acromegalie / Gigantismus
Morbus Addison
Cushing-Syndrom
Wachstumsstörungen
Hyper-, Hypothyroidismus
Hypophysenstörungen
Unfruchtbarkeit
Thyroiditis
Osteoporose