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Hormone des Menschen

Biosynthese der Steroidhormone II

Reaktionsfolge der Steroidhormon-Biosynthese mit Strukturformeln

Abb.1
Biosynthese der Steroidhormone vom Cholesterol zum Estradiol

  1. Cholesterol-Monooxygenase, EC 1.14.15.6
  2. 3β-Hydroxy-Δ5-steroid-Dehydrogenase, EC 1.1.1.145; Steroid-Δ-Isomerase, EC 5.3.3.1
  3. Steroid-17α-Monooxygenase, EC 1.14.99.9
  4. 17α-Hydroxy-progesteron-Aldolase, EC 4.1.2.30
  5. 17β-Hydroxy-steroid-Dehydrogenase, EC 1.1.1.62
  6. unspezifische Monooxygenase, EC 1.14.14.1

Detaillierte Reaktionsfolge der oxidativen Cholesterol-Seitenkettenspaltung

Detaillierte Reaktionsfolge der oxidativen Demethylierung von Testosteron

Regulation

Die Kontrolle der Biosynthese geschieht meist am Anfang der Reaktionskette. Schon die Aufnahme von Cholesterol aus dem Plasma bzw. die Freisetzung aus der Speicherform kann reguliert sein. Die Abspaltung der Cholesterol-Seitenkette durch die Cholesterol-Monooxygenase ist meist ebenfalls reguliert. Nur bei der Calcitriol-Biosynthese ist der letzte Schritt geschwindigkeitsbestimmend. Immer wird die Regulation der geschwindigkeitsbestimmenden Schritte durch übergeordnete Hormonsysteme übernommen. Steroidhormone werden, im Gegensatz zu Peptidhormonen, nicht in den Drüsen, in denen sie produziert werden, gespeichert, sondern unmittelbar nach ihrer Synthese - vermutlich durch Exocytose - ins Plasma ausgeschüttet, wo sie reversibel an Transportproteine binden (z.B unspezifisch an Albumin, aber auch spezifische Systeme stehen zur Verfügung). An Transportproteine gebundene Steroidhormone sind inaktiv und können als eine Art von Hormonreserve angesehen werden.

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