Schilddrüse
Die Schildrüse ist ca. 25 g schwer und ähnelt in der Form einem Hufeisen. Sie liegt vor der Luftröhre, dicht unterhalb des
Schildknorpels. Sie besteht aus zwei Seitenlappen, die durch eine Gewebebrücke (Isthmus) verbunden sind. Die Schilddrüse
teilt sich in einzelne Läppchen auf. Jedes Läppchen besteht aus vielen kleinen Bläschen, den Follikeln. Ihre Wand wird aus
einem einschichtigen Follikelephitel gebildet. Die Epithelzellen bilden die Hormone und schütten sie in die Bläschenhohlräume aus, wo sie in Tröpfchen, dem Kolloid
gespeichert werden. Die Follikelzellen produzieren zwei Schilddrüsenhormone: Thyroxin
(T4) und Trijodthyronin
(T3). Beide werden aus der Aminosäure Tyrosin durch Anlagerung von Jod gebildet.
Hypophysenhormone steuern über einem komplexen Regelkreis die Bildung der Schilddrüsenhormone. Zwischen den Follikeln liegen
die C-Zellen. Sie sezernieren das Hormon Calcitonin.
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| Abb.1Die Schilddrüse
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FIZ
CHEMIE
Berlin
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Die Schilddrüse spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und der
Reifung von Wirbeltieren. Besonders gut sichtbar ist dies bei der Metamorphose der Kaulquappe zum
Frosch. Auch beim Menschen ist die korrekte Funktion der Schilddrüse wichtig für die Entwicklung. Zu niedrige Spiegel
der Schilddrüsenhormone führen zu Verzögerungen im Skelettwachstum und der geistigen Entwicklung. Beim Erwachsenen wird die
Aufrechterhaltung des Stoffwechselgleichgewichts (Homöostase) u.a. durch Schilddrüsenhormone reguliert.
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| Abb.2Schilddrüsenfollikel in der Vergrößerung |