Iod und Iod-Mangel

Iod (veraltete Schreibweise: Jod) hat bei den meisten Wirbeltieren die Funktion eines Spurenelementes. Es ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Thyronin. Der Körpervorrat beträgt ca. 10-30 mg, 99 % davon sind an die Schilddrüse gebunden. Iodmangel, bzw. -überschuss kann zu einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), bzw. Hyperthyreose, (Schilddrüsenüberfunktion) und damit zu zum Teil erheblichen Stoffwechselstörungen führen.

Nach Angaben der WHO liegt das Optimum der Iod-Zufuhr pro Tag bei 150-200 mg. Normalerweise erfolgt die Iod-Zufuhr im Rahmen der Zufuhr von Kochzalz aus der Nahrung, das Iod wird als Iodid im Dünndarm resorbiert und u.a. von der Schilddrüse aufgenommen. Allerdings ist der Iod-Gehalt in den meisten Nahrungsmitteln zu gering, um den notwendigen Iod-Bedarf bei Jugendlichen und Erwachsenen zu decken. Dies ist besonders in den Ländern der Alpenregion der Fall.

Beispiele für den Iod-Gehalt von Nahrungsmitteln:

  • Vollmilch ca. 4 mg Iod pro 100 g

  • Hühnerei ca. 10 mg Iod pro 100 g

  • Äpfel ca. 1,6 mg Iod pro 100 g

  • Schellfisch ca. 416 mg Iod pro 100 g

Ärzte empfehlen deshalb die zusätzlich Aufnahme von Iod. Besonders wichtig ist die zusätzliche Iod-Aufnahme für werdende und stillende Mütter, Kinder und Jugendliche und alle Erwachsenen bis mindestens zum 35. Lebensjahr.

Der Ausgleich kann durch iodiertes Speisesalz und Seefisch erfolgen. Iodiertes Speisesalz enthält pro Kilogramm 15-25 mg Iod. Die notwendige Tagesmenge kann man aber durch bloßes Zusalzen nicht erreichen. Außerdem kein ein zu hoher Salzverbrauch die Gesundheit schädigen und u.a. zu hohem Blutdruck führen. Von ärztlicher Seite wird daher meist vorgeschlagen, einem Mangel an Iod durch wöchentlichen Verzehr von Seefisch (z.B. Schellfisch, Seelachs, Scholle) vorzubeugen.

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