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Natürliche Toxine

Biotoxine

Definition
Biotoxine sind schädliche Substanzen, die von lebenden Organismen (Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren) produziert werden.

Biotoxine sind zumeist weder flüchtig noch hautaktiv (mit Ausnahme der Mykotoxine), dadurch besteht in der Regel kein Risiko für eine Ansteckung oder Übertragung auf andere Individuen oder für eine anhaltende Umweltgefährdung. Unter den biologisch wirksamen Giften gibt es Substanzen, die nur für bestimmte Arten toxisch sind, weil sie ganz spezifische Stoffwechselfunktionen verändern, während sich andere Toxine durch einen artübergreifenden Wirkungsmechanismus auszeichnen. Viele in kleinen Mengen harmlose Substanzen sind in großen Mengen toxisch, es gibt aber auch viele Gifte, die bereits in äußerst geringen Mengen schädliche oder gar tödliche Wirkung haben. Sehr viele Biotoxine und deren Wirkungen sind seit langer Zeit bekannt (z.B. die Hexengifte der Nachtschattengewächse, das Schierlingsgift oder psychogene Substanzen in Pilzen), werden in therapeutischen Mengen in der Medizin verwendet bzw. dienen als Ausgangsbasis für die Neuentwicklung von Arzneistoffen (Drug Design).

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Abb.1
Toxizität einiger Biotoxine

Hinweis: Beim Rollover über die Balken wird die minimale letale Dosis (Ratte) angezeigt

Kampfstoffe

Einige Biotoxine bzw. deren Erzeugerorganismen werden in großen Mengen für den möglichen Einsatz als Kampfstoffe produziert, so z.B. das Botulinus-Toxin aus dem Bakterium Clostridium botulinum oder Sporen des Milzbranderregers Bacillus anthracis.

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