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Natürliche Toxine

Haber'sche Regel

Bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Zusammenhang zwischen der Dauer einer Exposition und der Menge einer toxischen Substanz erkannt, so stellten Flury und Heubner 1919 das Gesetz von der konstanten Wirkung bei konstantem Produkt aus Konzentration (c) und Dauer (t) auf.

Die Haber'sche Regel beschreibt die Abhängigkeit toxischer Wirkungen von der Einwirkzeit und der Wirkkonzentration.

Abb.1
Die Haber'sche Regel
Habersche Regel:

c ·t=const (c c s ) ·t=const

Ein Gift einer Konzentration c verursacht bei einer Einwirkzeit t die Wirkung W. Die gleiche Wirkung lässt sich durch proportional längere Einwirkzeit mit einer proportional geringeren Konzentration hervorrufen, bzw. durch eine entsprechend höhere Konzentration und in einem entsprechend geringeren Zeitraum.

Es stellte sich dann heraus, dass bei niedrigen Konzentrationen bestimmter Wirkstoffe und langer Einwirkung mitunter keine Reaktionen mehr messbar war. Manche Wirkstoffe werden langsam wieder ausgeschieden, so dass die Konzentration unter das wirksame Niveau fällt. Diese Elimination wurde dann in der Formel berücksichtigt: (c - cs)

Im Gegensatz zur oben beschriebenen Kinetik gibt es aber auch so genannte Summationsgifte, bei denen weitere Symptome auftreten, die durch eine irreversible Wirkung der Substanz verursacht werden, wie z.B. bei carcinogenen Stoffen. Die Gleichung ist dann folgendermaßen zu erweitern:

c * tn = const, mit n (Beschleunigungsfaktor) < 1.

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