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Natürliche Toxine

Was ist ein Toxin?

Der Begriff Toxin (von griech. toxikon "Gift") hat für Wissenschaftler je nach Disziplin unterschiedliche Bedeutungen. Im medizinischen Bereich wird eine Substanz als Gift bezeichet, wenn diese eine Krankheit (die Vergiftung) hervorruft. Aber ein bestimmter Naturstoff ist nicht per se toxisch, sondern wird erst durch seine Wirkung auf einen Organismus zu einem Gift. Das erkannte auch schon Paracelsus:

Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.

So gesehen können auch eigentlich lebensnotwendige Stoffe wie Wasser oder Sauerstoff in hohen Dosen zum Tod eines Menschen führen. In der Arbeitsmedizin wiederum ist ein Toxin ein Stoff, der zwar an und für sich ungefährlich ist, bei Dauerexposition aber zu Krankheiten führen kann - so z.B. wie die durch das Einatmen von Mehl hervorgerufene Bäckerlunge oder andere Berufskrankheiten.

In der modernen Toxikologie spricht man daher heute auch eher von der kritischen Schwellenkonzentration eines Stoffes gemäß des so genannten no adverse effect-levels (NOAEL), also der Giftkonzentration, die bei einem Organismus keine erkennbaren Schädigung verursacht. Der NOAEL dient in der Rückstandstoxikologie als Richtwert für die Festlegung der tolerierbaren Giftexpositionen des Menschen (dem so genannten admissible daily intake oder ADI).

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