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Tiergifte

Phycotoxine

Unter dem Begriff Phycotoxine (Algentoxine) werden die giftigen Stoffwechselprodukte einiger Algen-Arten der Dinoflagellatae zusammengefasst.

Toxische Algen gibt es in Süß-, Brack- oder Meerwasser. Zu Vergiftungen kommt es, wenn solche toxischen Organismen von Wassertieren in ausreichender Menge gefressen werden und sich die Giftstoffe in den Organen anreichern. Beim Menschen sind Vergiftungen nach dem Verzehr von Meeresmuscheln, die toxische Algen aufgenommen haben, am häufigsten. Algen vermehren sich in warmem Wasser am schnellsten, daher treten Vergiftungen gehäuft in der wärmeren Jahreszeit auf (also in Monaten ohne "r").

Viele Arten bilden bei starker Sonneneinstrahlung und steigender Temperatur des Oberflächenwassers das Carotinoid Peridinin, das bei Massenvermehrung der Algen das Wasser rötlich färbt. Dieses heute unter dem Namen red tide bekannte Phänomen wird bereits in der Bibel erwähnt (2. Buch Mose, Kap. 7, Vers 14-25) und ist auch heute noch ein häufiges Problem in der Fischereiwirtschaft.

Hinweis
Die Gifte der Cyanobakterien (Blaualgen) wurden früher ebenfalls zu den Phycotoxinen gezählt; bei den Blaualgen handelt es sich allerdings nicht um Algen, sondern um Bakterien.

Externer Link und Bilder

Phycotoxin-Report

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