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Tiergifte

Conotoxine

Abb.1
Kegelschnecke (Conus geographus)
Kerry Matz, National Institute of General Medical Services

Conotoxine sind Muskelgifte der Kegelschnecken (Conus). Es sind etwa 500 Conus-Arten bekannt, von denen jede einen arttypischen Satz von 50-200 individuellen Toxinen besitzt. Es gibt also vermutlich einige Zehntausend unterschiedlicher Conotoxine. Die Toxine werden nach gemeinsamen Zielproteinen im Beuteorganismus gruppiert. Ein spezifisches Muster von Disulfid-Brücken kennzeichnet die Struktur einer jeden solchen Familie. Kegelschnecken-Gifte bestehen meist aus mehreren Komponenten, deren Form und Wirksamkeit von der primären Aminosäure-Sequenz sowie von den Disulfid-Brücken zwischen Restgruppen der Aminosäuren abhängt. Die Komponenten der Kegelschnecken-Gifte sind kleine Oligopeptide, die aus weniger als 30 Aminosäuren bestehen. Vermutlich liegt der wichtigste Vorteil dieser geringen Größe darin, dass die Toxin-Moleküle schnell durch die Gewebeflüssigkeit der Beutetiere diffundieren und damit eine raschere Lähmung bewirken können.

Einteilung der Conotoxine

  • α-Conotoxine - binden an nicotinische Acetylcholin-Rezeptoren.
  • μ-Conotoxine - binden an muskuläre Na+-Kanäle.
  • ω-Conotoxine - binden an neuronale Ca2+-Kanäle.
  • δ-Conotoxine - binden an neuronale Na+-Kanäle.
  • κ-Conotoxine - binden an neuronale K+-Kanäle.
Mouse
Abb.2
α-Conotoxin IM1

PDB-Code: 1IMI

Mouse
Mouse
Mouse
Mouse
Abb.3
α-Conotoxin PNI1

PDB-Code: 1PEN

Abb.4
κ-Conotoxin
Abb.5
μ-Conotoxin
Abb.6
ω-Conotoxin
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