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Pilzgifte und Mykotoxine

Einleitung: Was ist eine Pilzvergiftung?

Definition
Eine echte Pilzvergiftung ist durch den Genuss von zubereiteten, unverdorbenen Pilzfruchtkörpern charakterisiert. Nach den Symptomen werden sieben Vergiftungssyndrome klassifiziert, dazu kommt noch das Paxillus-Syndrom, das eher als eine Nahrungsmittelallergie einzustufen ist, und das Coprinus-Syndrom, bei dem die Vergiftung erst durch den Genuss von Alkohol hervorgerufen wird. Die Ursachen der Rabomyolyse sind noch nicht geklärt.
Abb.1
Fliegenpilz (Amanita muscaria)
Wiley-VCH, Foto: A. Hetey

Aber es gibt auch noch andere Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Pilzen stehen:

  • Unechte Pilzvergiftungen, die durchaus tödlich enden können, sind z.B. auf einen generell empfindlichen Magen oder auf verdorbene Pilze zurückzuführen. Die meisten Menschen reagieren auf rohe Pilze mit Magenbeschwerden, die nichts mit einer Vergiftung zu tun haben. Manche Menschen haben auch eine angeborene Trehalose-Intoleranz, da ihnen das Enzym Trehalase im Darm fehlt. Diese Personen reagieren auf jede Pilzmahlzeit mit Bauchschmerzen und Durchfällen.
  • Krankheiten, die durch parasitisches Wachstum von Pilzen im Organismus verursacht werden (Mykosen).
  • Vergiftungen durch toxische Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze (Mykotoxikosen).
  • Sporenallergien wie Sommerasthma oder die so genannte Pilzzüchterlunge.
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