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Antibiotika

Pharmakodynamik

Die Pharmakodynamik untersucht die biologische Wirkung eines Arzneimittels auf den Organismus. Wichtig dabei sind

  • die Dosis des Pharmakons, bzw. seine Konzentration
  • das Rezeptorverhalten, bzw. das Ansprechen des Organismus auf die verabreichte Dosis des Pharmakons.
Abb.1

Dosis-Wirkungsbeziehung; links lineare Darstellung, rechts logarithmische Darstellung

Medikamente können demnach in vier Gruppen eingeteilt werden:

  • Medikamente, die Rezeptoren durch Stimulation oder Blockierung kompetitiv (reversibel) oder nichtkompetitiv (irreversibel) beeinflussen (Beispiel: Sympathomimetika)
  • Medikamente, die an Ionenkanälen wirken (Beispiel: Antihypertensiva/Diuretika)
  • Medikamente, die Enzyme beeinflussen (Beispiel: ACE-Hemmer)
  • Medikamente, die die Biosynthese von Arzneimitteln stören (Beispiel: Antibiotika)

Entsprechend ihrem Verhalten am Rezeptor wird außerdem unterschieden zwischen Konzentrationsgiften und Summationsgiften.

  • Bei den Konzentrationsgiften hängt die Stärke der Wirkung von der Konzentration des Pharmakons am Rezeptor ab, d.h. mit zunehmender Konzentration nimmt auch die Wirkung zu. Wird kein Pharmakon mehr verabreicht, geht auch die Wirkung zurück.
  • Bei den Summationsgiften bewirkt das Pharmakon am Rezeptor eine irreversible Veränderung, so dass die Wirkung auch nach Entfernen des Pharmakons bestehen bleibt.
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