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Antibiotika

Antibiotika und Pharmakodynamik

Aus der Sicht der Pharmakodynamik können Antibiotika in drei Gruppen eingeteilt werden:

Gruppe I: β-Lactame

Die Substanzen dieser Klasse haben eine von ihrer Konzentration unabhängige Wirkung, solange die Konzentration über der minimalen inhibitorischen Konzentration (MIK) liegt. Außerdem kommt es nicht zu einer anhaltenden Unterdrückung bakteriellen Wachstums nach der Verabreichung. Für eine maximale Wirkung sollte die Dosis daher für einen gewissen Zeitraum über der MIK liegen.

Gruppe II: Vancomycin, Carbapeneme, Macrolide und Clindamycin

Auch diese Substanzen haben eine konzentrations-unabhängige Wirkung, solange die Konzentration über der minimalen inhibitorischen Konzentration (MIK) liegt. Es kommt zu einem intermediären post-antibiotischen Effekt; der Wirkstoff kann daher für kurze Zeit abgesetzt und der Serumspiegel verringert werden, ohne dass es zu einem Abfall der Wirkung kommt.

Gruppe III: Aminoglycoside, Fluoroquinolone und Metronidazol

Diese Substanzen zeichnen sich durch eine konzentrationsabhängige Wirkung und eine ausgeprägte post-antibiotische Wirkung aus. Dadurch bleibt die Wirkung erhalten, auch wenn der Wirkstoff nicht mehr verabreicht wird und der Serumspiegel unter die MIK fällt.

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