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Vitamin A: Einbindung in den Stoffwechsel

Retinoidbindungsproteine: Transfermodelle

Retinoidbindungsproteine sind nicht nur Depotmoleküle für Retinoide, sondern regulieren außerdem deren Transport, Metabolismus und Aktivität. Die Affinität der Bindungsproteine zu ihren Liganden liegt im nanomolaren Bereich. Für die Übergabe des Liganden vom Bindungsprotein an die Stelle, an der die biologische Funktion des Liganden erfüllt werden soll, gibt es derzeit zwei Modelle:

Abb.1
Modell 1

Im ersten Modell trennt sich der Ligand von seinem Bindungsprotein (Donor) und diffundiert durch das wässrige Medium zu einem Akzeptor. In diesem Modell wird die Aktivität des Retinoidmoleküls bestimmt durch das wässrige Medium; der Transfer wird durch einen Konzentrationsgradienten angetrieben und die Transfergeschwindigkeit wird durch die Dissoziationsgeschwindigkeit des Liganden vom Donor bestimmt.

Abb.2
Modell 2

Im zweiten Modell bildet sich ein "Kanal" zwischen dem Donor und dem Akzeptor aus, was durch den direkten Kontakt des gebundenden Liganden an den Akzeptor ermöglicht wird. Dadurch würde der Übergang in der wässrigen Phase verhindert und der Transfer erleichtert.

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