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Vitamin A: Funktion im Organismus

Sehen

Der Aufbau der Netzhaut

Die für den Vorgang des Sehens wichtigen Zellen sind die Zapfen und Stäbchen der Netzhaut. Diese besitzen spezielle pigmenthaltige Strukturen, wonach sich auch der allgemeine Aufbau dieser Zellen richtet. Sie bestehen aus einem Außensegment, einem inneren Segment, einem Kern und einem Synapsenbereich. Im Außensegment finden sich zahlreiche Membranscheiben, genannt Disks. Diese Außenglieder unterliegen einer ständigen Erneuerung; so wandern die Disks zur Spitze des Photorezeptors, werden dort abgestoßen und von den Pigmentzellen phagocytiert. Im inneren Segment befinden sich die Zellorganellen (Mitochondrien, Golgi-Apparate, Kern, etc.), daran anschließend befindet sich die synaptische Endung. In den Membranscheiben befinden sich Proteinkomplexe, in denen der Sehfarbstoff Rhodopsin (bei den Zapfen ist es Iodopsin) eingelagert ist. Beim Rhodopsin handelt es sich um einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor, der aus dem Protein Opsin und dem Aldehyd Retinal besteht. Opsin besteht aus sieben Helices, die durch die Membran ragen; Retinal ist an die siebte Helix gebunden und liegt waagerecht im Zentrum dieses Komplexes.

Abb.1
Aufbau der Netzhaut
Tab.1
Aufgaben der Netzhautzellen
Zellen der NetzhautAufgabe
PhotorezeptorenUmwandlung des Lichtreizes in einen Nervenimpuls
- StäbchenHell-/Dunkel- und Kontrastsehen
- ZapfenFarbsehen
Schaltzellen (Interneurone)primäre Verarbeitung des Nervenimpulses
- bipolare Zellenverbinden die Lichtsinnenzellen mit ableitenden Nervenzellen
- Horizontalzellenverschalten die Lichtsinneszellen untereinander
- amakrine Zellenverschalten die Ganglienzellen untereinander
Nervenzellenweiterleiten der optischen Information
- Ganglienzellenihre Axone treten im Sehnerv aus dem Auge in das Gehirn
- verschiedene Gliazellenspezielle Nervenzellen, z.B. für die Glucose-Bereitstellung der Neuronen

Weitere Informationen zur Anatomie der Netzhaut

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