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Nachweis von Kupfer

Kupfer - Wissenswertes

Systematik:
Kupfer steht in der Gruppe 11 (I. Nebengruppe) des Periodensystems und kommt in chemischen Verbindungen meist in den Oxidationsstufen +I (d10) und +II (d9) vor, wobei die zweiwertige in wässriger Lösung die stabilste ist.
Vorkommen/Synthese:
Kupfer ist ein edles Metall und kommt in der Natur sowohl gediegen als auch in Verbindungen vor. Die wichtigsten sulfidischen Kupfererze sind Kupferkies, CuFeS2, Kupferglanz, Cu2S, und Buntkupfererz (Bornit), Cu3FeS3. Oxidische Erze sind das rote Rotkupfererz, Cu2O, der grüne Malachit, Cu2(OH)2CO3, sowie die blaue Kupferlasur, Cu3(OH)2(CO3)2.Die Herstellung von Kupfer erfolgt hauptsächlich aus Kupferkies in mehreren Schritten und anschließender elektrolytischer Raffination des so erhaltenen Rohkupfers. Größere Mengen werden auch in einem mikrobiellen Verfahren gewonnen (Biobergbau).
Eigenschaften:
Das Metall ist hellrot, schmiedbar, dehnbar und besitzt eine sehr gute elektrische und thermische Leitfähigkeit. Kupfer(II)-salze sind im Allgemeinen blau oder grün. In Gegenwart von Halogenidionen zeigt Kupfer eine grüne Flammenfärbung (Beilstein-Probe).
Verwendung:
Kupfer gehört mit Silber und Gold zu den Münzmetallen und wird schon sehr lange wegen seiner Korrosionsbeständigkeit zur Herstellung von Geldmünzen verwendet. Kupfer dient zur Herstellung von Elektromaterial, Kesseln, Heizrohren, Kühlschlangen und wegen seiner Korrosionsbeständigkeit zu Baubeschlägen.Kupfer ist ein wichtiger Bestandteil in Legierungen, von denen vor allem Messing (Cu, Zn), Bronze (Cu, Sn), Aluminiumbronze (Cu, Al) und Konstantan (Cu, Ni) technische Bedeutung haben. Für Mikroorganismen sind Kupfer-Ionen ein starkes Gift, deshalb sterben Bakterien und Fäulniserreger in Wasser, das sich in einem kupfernen Gefäß befindet. Erwähnenswert sind weiterhin Kupfer-Verbindungen als Pflanzenschutzmittel und zur Cuprocellulose-Herstellung.
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