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Nachweis von Blei

Blei - Wissenswertes

Systematik:
Blei steht in der Gruppe 14 (IV. Hauptgruppe) des Periodensystems. Die häufigsten Oxidationsstufen sind +II und +IV.
Vorkommen/Synthese:
Das wichtigste Bleierz ist der Bleiglanz, PbS, der fast ausschließlich als Ausgangsmaterial für die technische Darstellung von Blei vorwiegend im Röstreduktionsverfahren dient.
Eigenschaften:
Blei ist ein weiches Schwermetall mit niedrigem Schmelzpunkt und hoher Dichte. In Salzsäure, Schwefelsäure und selbst Flusssäure löst sich Blei nicht, weil es eine festhaftende Schutzschicht bildet (Passivierung). Erst heiße, konzentrierte Schwefelsäure löst Blei unter Komplexbildung auf. In Salpetersäure erfolgt Auflösung unter Bildung von Bleinitrat.Die glänzenden frischen Schnittflächen von Blei überziehen sich schnell mit einer Bleioxidschicht, die mattblaugrau aussieht und das darunterliegende Metall vor weiterem Angriff schützt. Für den menschlichen Organismus sind Bleiverbindungen sehr giftig und führen zu Gesundheitsschädigungen. Exkurs: Toxizität von Metallen: Blei
Verwendung:
Blei dient zur Herstellung von Akkumulatoren, von Behältern und Rohrleitungen für aggressive Materialien, als Kabelummantelung und für Flintenschrot. Im Strahlenschutz gegen Röntgen- und Gammastrahlen werden Bleiwände verwendet.Wichtig sind Legierungen mit Blei, wie Letternmetall (Pb, Sb, etwas Sn) und Blei-Lagermetalle (Pb, Sb, wenig Alkalimetall).Erwähnenswert sind Bleiverbindungen für die Herstellung von Gläsern (Bleikristall) und für Farbpigmente (Bleiweiß, Mennige und Chromgelb). PbEt4 fand früher als Antiklopfmittel in Benzin breite Verwendung.
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