zum Directory-modus

Nachweis von Sulfid

Aufgabensammlung zu Sulfid

Arbeitsauftrag

Wie kann man im Labor auf einfache Weise K2S herstellen?

Kaliumsulfid kann durch Sättigung von Kalilauge mit Schwefelwasserstoff und anschließendem Zusammengeben der so gewonnenen Kaliumhydrogensulfidlösung mit der äquivalenten Menge Kalilauge gewonnen werden.   KOH+ H2S KHS+ H2O KHS+ KOH K2S+ H2O

Lösung zeigenLösung ausblenden
Arbeitsauftrag

Die niedrigste Konzentration, bei der ein Geruch wahrgenommen wird, bezeichnet man als Geruchsschwelle (in ppm, mg·m-3 oder mL·m-3). Der Geruch von gasförmigem HCN wird von der menschlichen Nase ab einer Konzentration von 0,2 - 5,1 mL·m-3 registriert Man beachte, dass einige Menschen den charakteristischen Bittermandelgeruch erst bei der 25-fachen Konzentration wahrnehmen als andere!. Die Geruchsschwelle für gasförmiges H2S in der Atemluft liegt bei 0.04 - 0.15 mg·m-3. Ein typisches Labor hat etwa 250 m3 Rauminhalt; die Konzentration, bei der beide Verbindungen tödlich sind, ist ungefähr gleich groß (letale Dosis für HCN: 0,7 mg pro kg Körpergewicht und für H2S: 0,5 mg pro kg Körpergewicht). Erläutern Sie, warum der Umgang mit HCN in normalen Labors vermieden wird, hingegen der Umgang mit H2S-Gas selbst für Anfänger durchaus verantwortbar ist! Gehen Sie von der Annahme aus, dass alle Menschen eine besonders hohe Geruchsschwelle haben; 1 mol Gas füllt 22,4 m3.

Rauminhalt des Labors: 250 m3; Geruchschwellen HCN: 5,1 mL·m-3; H2S: 0,15 mg·m-3. Der Geruch von HCN wird bei 1275 mL entsprechend ca. 1,5 g wahrgenommen, der Geruch von H2S wird in einem Raum gleicher Größe schon bei 0,0375 g registriert. Da der Geruch von H2S sehr unangenehm ist, ist der Aufenthalt in einem Labor schon lange vor dem Erreichen der letalen Dosis unerträglich. Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass trotzdem eine Gefahr beim Umgang mit H2S besteht, weil der menschliche Geruchssinn mit der Zeit durch H2S abgestumpft wird.

Lösung zeigenLösung ausblenden
Arbeitsauftrag

Wieviel mL 0,1 M AgNO3 -Lösung muss man hinzufügen, um 1 g MnS wieder aufzulösen? (p K L (MnS) = 15; p K L (Ag2S) = 49).

Löslichkeitsprodukt: L = c (Mn2+) · c (S2) oder p K L (MnS) = p [ c (Mn2+)] + p[ c (S2)] Da ohne Zugabe von AgNO3 gilt: c (Mn2+) = c (S2) ist p [ c (S2)] = 15 : 2 = 7,5. Diese Sulfidionenkonzentration reicht aus, um mit 0.1 M Silbernitratlösung schwarzes Silbersulfid entsprechend der folgenden Reaktionsgleichung zu fällen.   MnS+ 2Ag+ Ag2S+ Mn2+   1 g MnS (Molmasse = 87 g·mol -1 ) entsprechen 0,0115 mol. 0,023 mol AgNO3 (Molmasse = 170 g·mol -1 ) entsprechen 3,91 g. 1 mL 0,1 M AgNO3-Lösung enthält 0,017 g AgNO3.Man benötigt folglich 230 mL 0,1 M Silbernitratlösung, um 1 g Mangansulfid aufzulösen.

Lösung zeigenLösung ausblenden
Seite 3 von 3>