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Sodaauszug

Sodaauszug

Der Sodaauszug dient dazu, die Anionen schwerlöslicher Salze in Lösung zu bringen und störende Kationen abzutrennen.

Durchführung

In einem Erlenmeyerkolben wird die feste Analysensubstanz (ca. 0,5 g) mit der drei- bis fünffachen Menge wasserfreier Soda (Na2CO3 ) und destilliertem Wasser (ca. 30 mL) versetzt und ca. 10 min zum Sieden erhitzt.

Warnung
Vorsicht! - alkalische Lösungen neigen zu Siedeverzügen, es ist daher ratsam, ein Siedestäbchen in den Erlenmeyerkolben zu stellen.

Ist die Lösung durch Chromat, CrO42, oder Permanganat, MnO4, gelb bzw. violett gefärbt, müssen diese Anionen durch Zugabe von 1 mL Ethanol reduziert werden. Der heiße Sodaauszug wird zentrifugiert. Mit der klaren, farblosen Lösung werden fast alle Anionen-Nachweisreaktionen durchgeführt. Auf Carbonat, Borat, Sulfid und Fluorid muss die Analysensubstanz separat getestet werden.

1. Schritt

Vorbereitung

2. Schritt

Die Analysenprobe (ca. 0,5 g) wird mit der fünffachen Menge Natriumcarbonat (ca. 2,5 g) und 30 mL dest. Wasser in einen Erlenmeyerkolben gegeben.

3. Schritt

Die Mischung wird 10 min zum Sieden erhitzt, ein Siedestäbchen verhindert Siedeverzüge.

4. Schritt

Chromat und Permanganat werden durch Zugabe von Ethanol reduziert.

5. Schritt

Der noch heiße Sodaauszug wird zentrifugiert.

6. Schritt

Mit der farblosen, klaren Lösung können viele Anionennachweise durchgeführt werden.

Abb.
1. Schritt

Vorbereitung

Abb.
2. Schritt

Die Analysenprobe (ca. 0,5 g) wird mit der fünffachen Menge Natriumcarbonat (ca. 2,5 g) und 30 mL dest. Wasser in einen Erlenmeyerkolben gegeben.

Abb.
3. Schritt

Die Mischung wird 10 min zum Sieden erhitzt, ein Siedestäbchen verhindert Siedeverzüge.

Abb.
4. Schritt

Chromat und Permanganat werden durch Zugabe von Ethanol reduziert.

Abb.
5. Schritt

Der noch heiße Sodaauszug wird zentrifugiert.

Abb.
6. Schritt

Mit der farblosen, klaren Lösung können viele Anionennachweise durchgeführt werden.

Erklärung

Nach dem Prinzip des reziproken Salzpaars werden in einer Sodalösung in der Hitze die Metallkationen in ihre Carbonate überführt, weil bis auf Thalliumcarbonat alle Schwermetallcarbonate schwerlöslich sind. Die Lösung enthält dann die Anionen in Form ihrer Natriumsalze. Einige Beispielreaktionen für den Sodaauszug schwerlöslicher Verbindungen sind:

PbSO4+ CO32 PbCO3+ SO42 Löslichkeitsprodukt L( PbSO 4 )=1,6 10 8 mol 2 L 2 2CuBr+ CO32 Cu2CO3+ 2Br Ca4(PO4)3+ 4CO32 4CaCO3+ 3PO43

Sehr schwerlösliche Verbindungen wie BaSO4 gehen oft nur sehr langsam in Lösung.Auch Anionen wie Chromat, Permanganat und Arsenat finden sich in der Lösung des Sodaauszugs. Da diese Anionen aber durch ihre Farbigkeit oder ihre chemischen Eigenschaften andere Nachweisreaktionen stören können, werden Chromat und Permanganat durch Zugabe von Ethanol zu Cr3+ bzw. Mn2+ reduziert. Arsenat kann den Phosphatnachweis stören.

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