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Nachweis von Carbonat und Hydrogencarbonat

Nachweis von Carbonat und Hydrogencarbonat

Fällung als Bariumcarbonat

Die feste Analysensubstanz (ca. 200 mg) wird in einem Reagenzglas mit ca. 3-5 mL verdünnter Salzsäure versetzt. Das Reagenzglas wird sofort mit einem Gummistopfen verschlossen, durch den ein Gärröhrchen, gefüllt mit klarer, gesättigter Bariumhydroxidlösung, geführt ist. Die Mischung wird gelinde am Bunsenbrenner erwärmt, um die Reaktionsgase durch das Gärröhrchen zu treiben. Aus der Bariumhydroxidlösung fällt bei Anwesenheit von Carbonat in der Analyse ein weißer Niederschlag aus.

1. Schritt

Vorbereitung

2. Schritt

Ein Gärröhrchen wird in einen Gummistopfen gesteckt und mit klarer, gesättigter Bariumhydroxidlösung gefüllt.

3. Schritt

Im Reagenzglas wird die Analysenprobe mit verd. Salzsäure versetzt.

4. Schritt

Das Reagenzglas wird sofort mit dem Gärröhrchen verschlossen.

5. Schritt

Die Mischung wird gelinde erwärmt.

6. Schritt

Bei Anwesenheit von Carbonat in der Analyse fällt weißes Bariumcarbonat im Gärröhrchen aus.

Abb.
1. Schritt

Vorbereitung

Abb.
2. Schritt

Ein Gärröhrchen wird in einen Gummistopfen gesteckt und mit klarer, gesättigter Bariumhydroxidlösung gefüllt.

Abb.
3. Schritt

Im Reagenzglas wird die Analysenprobe mit verd. Salzsäure versetzt.

Abb.
4. Schritt

Das Reagenzglas wird sofort mit dem Gärröhrchen verschlossen.

Abb.
5. Schritt

Die Mischung wird gelinde erwärmt.

Abb.
6. Schritt

Bei Anwesenheit von Carbonat in der Analyse fällt weißes Bariumcarbonat im Gärröhrchen aus.

In saurer Lösung reagieren Carbonate und Hydrogencarbonate zu Kohlenstoffdioxid, das als Gas entweicht.

CO32+ 2H+ CO2+ H2O

Beim Durchleiten von CO2 durch die alkalische Bariumhydroxidlösung löst es sich wieder als CO32 und weißes BaCO3 fällt aus.

CO2+ 2OH CO32+ H2O Ba2++ CO32 BaCO3

Unter den angegebenen Bedingungen ist die Fällung von BaCO3 ein sicherer Nachweis auf Carbonat.

Hinweis
Es muss darauf geachtet werden, dass keine Salzsäure in das Gärröhrchen übergetrieben wird (Verwendung von verdünnter Salzsäure, gelindes Erwärmen der Reaktionsmischung, die Salzsäure darf nicht sieden), da sich sonst der Niederschlag löst. Ausserdem stören SO32-Ionen. Sulfite erzeugen bei HCl-Zugabe SO2-Gas, das ebenfalls als BaSO3 weiß im Gärröhrchen ausfällt. Diese Störung kann durch Zugabe von H2O2 zur Analysenlösung verhindert werden, da dadurch Sulfit zum Sulfat aufoxidiert wird.
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