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Einführung in die Symmetrie der Molekülstrukturen

Molekulare Symmetrien

Die Struktur molekularer Systeme und kristalliner Festkörper ist in erster Linie durch geometrische Symmetrien zu beschreiben, die das Bauprinzip, ihre Architektur (L. Pauling), erkennen lassen. Symmetrie in der Chemie ist aber mehr als nur allgemeines Ordnungs- und Klassifikationsprinzip für molekulare und kristalline Strukturen. Sie ist auch wesentliche Voraussetzung, um die ungeheure und ständig zunehmende stoffliche Vielfalt zu beherrschen und im Rahmen der Computerchemie zu dokumentieren. Darauf aufbauend können symmetrieorientierte Analysen, z.B. in der Spektroskopie, der Reaktionstheorie oder der Quantenchemie, wesentlich zum Verständnis der immer detaillierteren Kenntnisse über Struktur, Stabilität oder Reaktivität chemischer Verbindungen beitragen.

Im Kapitel Symmetrie und Struktur werden die geometrischen Symmetrien molekularer Systeme behandelt. Mathematische Grundlage dafür ist die Gruppentheorie und die Theorie orthogonaler Transformationen. Um die innere Logik des Symmetriekonzeptes zu verstehen, ist es erforderlich, in gewissem Umfang in die algebraisch determinierte Terminologie dieser beiden Gebiete einzudringen. Die Darstellung erfolgt dabei so, dass in der Schule erworbene mathematische Kenntnisse zum Verständnis ausreichend sind.

Gekürzt aus: Steinborn, D. (1993): Symmetrie und Struktur in der Chemie. VCH, Weinheim ,

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