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Einführung in die Symmetrie der Molekülstrukturen

Einführung

Das Wort Symmetrie ist griechischen Ursprungs. συμμετρια bedeutet soviel wie Gleich- und Ebenmaß, womit auf eine Übereinstimmung von Teilen bzw. auf eine wohlproportionierte Teilung eines Ganzen hingewiesen wird. Offenkundig tritt Symmetrie bei geometrischen Figuren zutage, die sich hinsichtlich Form und Größe in übereinstimmende Teile zerlegen lassen. Im weiteren Sinne bringt Symmetrie die Erhaltung (Invarianz) von Merkmalen von Objekten oder Gesetzmäßigkeiten gegenüber bestimmten Umformungen (Operationen, Transformationen) zum Ausdruck. Im herkömmlichen (und auch ursprünglichen) Sprachgebrauch ist Symmetrie auch Synonym für Harmonie und Schönheit, wobei ein vielfältiges Wechselspiel zwischen Einfachheit und Symmetrie sowie Vielfalt und Symmetriebrechung besteht.

Symmetrie ist allgegenwärtig. Sie steht mit verschiedensten Aspekten in der Wissenschaft, in der Kunst und im Leben allgemein im Zusammenhang, vergleichen Sie die Beispiele auf der nächsten Seite.

Abb.1
Radiolarien

Abbildung der Kieselschale einer Radiolarie (Circogonia icosaedra) mit Ikosaedersymmetrie. (Quelle: E. Haeckel: Kristallseelen. Leipzig: Alfred Kröner Verlag, 1917.)

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