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Xenondifluorid

Kontext und Literatur zu Xenondifluorid

Die Edelgase sind chemisch außerordentlich reaktionsträge Elemente und nur Krypton, Xenon und Radon bilden mit den elektronegativsten Elementen chemische Verbindungen.

Obwohl L. Pauling bereits 1933 die Existenz von Edelgasverbindungen vorausgesagt hatte, gelang deren Synthese erst im Jahre 1962. N. Bartlett hat eine Verbindung der Zusammensetzung Xe[PtF6] durch Umsetzung von Platin(VI)-fluorid mit Xenon dargestellt. Ausgangspunkt war die Reaktion von PtF6 mit O2 zu O2[PtF6] und die Überlegung, dass wegen der gleichen Ionisierungsenergien von O2 (1175 kJmol-1 ) und Xenon (1170 kJmol-1 ) eine entsprechende Reaktion mit Xenon erfolgen könnte. Wenige Wochen später berichtete R. Hoppe über die Darstellung der ersten binären Edelgasverbindung, dem Xenon(II)-fluorid, XeF2 (Abb. 1) .

Von Xenon sind weit mehr Verbindungen bekannt als von den anderen Edelgasen. Mit Fluor verbindet es sich zu XeFn -Verbindungen mit n = 2, 4 und 6, wobei Xenondifluorid das erste Reaktionsprodukt der schrittweisen direkten Fluorierung ist, die im Weiteren zu Xenon(IV)-fluorid (Abb. 2) und Xenon(VI)-fluorid, XeF6, führt. XeF8 konnte noch nicht dargestellt werden, wohl aber sind Octafluoroxenate(VI), [XeF8]2-, bekannt. Neben den binären Xenonfluoriden sind Xenonfluoridoxide wie XeO2F2, XeO3F2 und XeOF4 sowie Xenonoxide, XeO3, XeO4, dargestellt worden.

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Abb.1
XeF2 (linear)
Abb.2
XeF4 (quadratisch-planar)
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