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Wasserstoffperoxid

Kontext und Literatur zu Wasserstoffperoxid

Salze von Wasserstoffperoxid

Die wichtigsten Salze von Wasserstoffperoxid sind Natriumperoxid und Bariumperoxid.

Natriumperoxid entsteht beim Verbrennen von Natrium an der Luft.

2 Na + O 2 Na 2 O 2 ( ΔrH° = 504,9 kJmol-1 )

Natriumperoxid ist ein stark oxidierend wirkender, farbloser, hygroskopischer und bis 500 °C thermisch stabiler Feststoff, der besonders in der Papier- und Textilindustrie als Bleichmittel Verwendung findet.

Bariumperoxid entsteht unter Druck beim Erhitzen von Bariumoxid im Sauerstoffstrom.

2 BaO + O 2 2 BaO 2 ( ΔrH° = 143 kJmol-1 )

Bariumperoxid ist ein starkes Oxidationsmittel, welches z.B. als Sauerstoffträger in Zündsätzen zum Einsatz kommt.

Schwerere Homologe

Das Schwefelhomologe von Wasserstoffperoxid ist der Dischwefelwasserstoff. Die Molekülgestalt beider Stoffe entsprechen einander. Dischwefelwasserstoff ist eine nahezu farblose, bewegliche, Augen und Schleimhäute stark reizende Flüssigkeit, die bei 70 °C siedet und bei -89,6 °C erstarrt. Es entsteht bei der Crackdestillation von Polysulfanen.

Im Unterschied zum Sauerstoff existieren im Falle des Schwefel Verbindungen des Typs H2S n - Polyschwefelwasserstoffe (Polysulfane). Sie entstehen beispielsweise beim Eintragen von Alkalipolysulfiden (aus Alkalisulfid und Schwefel) in kalte konzentrierte Salzsäure. Polyschwefelwasserstoffe sind extrem empfindlich gegenüber Hydroxid-Ionen.

H2Se2 ist nicht sicher beschrieben.

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