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Triethylaluminium

Kontext zu Triethylaluminium

Trimethylaluminium

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Abb.1
Trimethylaluminium

Trimethylaluminium (AlMe3) ist wie Triethylaluminium (AlEt3) in der festen und in der flüssigen Phase dimer gebaut. Gasförmig liegt AlMe3 jedoch im Unterschied zu AlEt3 auch als Dimer vor.

Der Schmelzpunkt dieses Stoffes liegt bei 15 °C und der Siedepunkt bei 127 °C.

Anders als AlEt3 kann AlMe3 nicht über eine Hydroaluminierung synthetisiert werden. Es ist aber ebenfalls über das Direktverfahren aus Aluminium, Methylhalogenid und Natrium zugänglich. Eine andere Möglichkeit besteht in der Umsetzung von Aluminium mit Quecksilberdimethyl.

Triphenylaluminium

Das Phenylhomologe des Triphenylaluminiums ist bei Normalbedingung eine feste Substanz, die bei 237 °C schmilzt. Triphenylaluminium ist im Festzustand dimer, in Lösung dimer/monomer und in der Gasphase monomer. Charakteristisch für die dimere AlPh3-Struktur ist die senkrechte Lage der Phenyl-Ringebene zur Al-Al Verbindungsachse wie auch der kleine Winkel (114°) am Brücken-Kohlenstoff-Atom der Phenyl-Ringe, der bei den nicht Brücken verknüpften 120° beträgt.

Abb.2

Aluminiumtriphenyl kann z.B. aus Phenylmagnesiumchlorid und Aluminium(III)-chlorid dargestellt werden.

Ethylaluminiumchloride

Ethylaluminiumdichlorid und Diethylaluminiumchlorid werden als Cokatalysatoren in der Polymerisation eingesetzt. Sie reagieren, anders als Triethylaluminium, nicht mit Olefinen.

Aus Ethylaluminiumchlorid lassen sich Triethylaluminium und Aluminiumchlorid darstellen. Ethylaluminiumdichlorid steht mit Diethylaluminiumchlorid und Aluminiumchlorid im Gleichgewicht.

Homologe

Die Trialkyl-Verbindungen von Gallium, Indium und Thallium sind wie die des Aluminiums farblose Stoffe, die wasser- und luftempfindlich sind. Die Gallium-, Indium- und Thalliumtrialkyle zeigen keine Neigung zur Dimerisierung. Die Reaktivität der Metall-Kohlenstoff-Bindung verringert sich mit zunehmender Atommasse. Die Trialkyl-Verbindung aller drei Homologen können durch Metathese synthetisiert werden.

MeCl3+ 3RMgCl MeR3+ 3MgCl2 (Me = Ga, In, Tl)

Gallium- und Indiumtrialkyle werden in der Halbleiterproduktion als Dotierungsreagenzien und zur Erzeugung dünner Schichten genutzt.

Bortrialkyle sind flüchtige, oxidationsempfindliche, hydrolysestabile Verbindungen, die monomer gebaut und selbstentzündlich sind. Sie lassen sich durch Metathese oder durch Hydroborierung darstellen. Bei dieser Reaktion kommt es analog der Hydroaluminierung zur Insertion eines Alkens in die Bor-Wasserstoff-Bindung.

B2H6+ 6C2H4 2B(C2H5)3
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