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Schwefel

Schwefel

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  • Schwefel
  • engl.: sulfur
  • S8
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  • Schwefel ist ein hellgelber, ungiftiger, spröder, nichtleitender Feststoff von geringer Härte. Er ist beständig gegen Luft und Wasser und verbrennt beim Erhitzen an der Luft mit blauer Flamme zu Schwefeldioxid. In Wasser ist Schwefel unlöslich, leicht löst er sich dagegen in Schwefelkohlenstoff, CS2.
  • Schwefel existiert in mehreren allotropen Modifikationen. Die unter Normalbedingungen thermodynamisch stabile Form ist der α-Schwefel, der aus kronenförmigen, achtgliedrigen Ringen besteht.
  • Schwefel ist ein Schlüsselprodukt für die chemische Industrie (Jahresproduktion ca. 5,4·107 Tonnen). Der weitaus größte Teil wird zu Schwefelsäure verarbeitet. Weiterhin wird Schwefel bei der Vulkanisation von Kautschuk, in der Zündholzindustrie und bei der Herstellung von Feuerwerkskörpern und Schießpulver verwendet. In der Farbstoffindustrie wird Schwefel zur Darstellung von rotem Zinnober, HgS, und den Ultramarinen, Na4[Al3Si3O12]Sn , eingesetzt. Er dient auch als Schädlingsbekämpfungsmittel (z.B. zum Bestäuben von Weinreben).
  • Schwefelbakterien, die enzymatisch sulfidischen Schwefel zu Schwefel (bzw. Sulfat) oxidieren können, tragen maßgeblich zum globalen Schwefelkreislauf bei. Sie sind auch Grundlage für die biochemische Gewinnung von Metallen (wie Kupfer) aus sulfidischen Erzen.
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