zum Directory-modus

Nickeltetracarbonyl

Reaktivität von Nickeltetracarbonyl

Thermische Zersetzung, Mond-Verfahren

Das Mond-Verfahren ist eine Methode zur Reinigung von Nickel und beruht auf der Bildung und Zersetzung von Nickeltetracarbonyl. Dabei reagiert der Nickelanteil im Rohnickel mit Kohlenstoffmonoxid bei 50-80 °C zu bei dieser Temperatur gasförmigem Nickeltetracarbonyl, das anschließend bei ca. 200 °C zu 99,8-99,9 proz. Nickel und Kohlenmonoxid zersetzt wird. Kohlenstoffmonoxid wird bei der Reinigung des Rohnickels im Kreislauf eingesetzt.

bei  100 °C : Ni + 4 CO [ Ni ( CO ) 4 ] bei  200 °C : [ Ni ( CO ) 4 ] Ni + 4 CO

Ligandsubstitution

Die CO-Liganden im Nickeltetracarbonyl lassen sich teilweise oder ganz durch andere Donatoren verdrängen. Die Umsetzung von [Ni(CO)4] mit Aminen, Phosphanen, Stickstoffmonoxid, Ethern und Thioethern ist eine gängige Darstellungsmethode für Nickel(0)-Komplexe, wie am Beispiel des Tetrakis(trifluorphosphan)nickel(0) gezeigt wird.

[Ni(CO)4]+ 4PF3 [Ni(PF3)4]+ 4CO

Oxidation durch Reaktion mit Halogenen

Die Einwirkung von Halogenen auf Nickeltetracarbonyl führt zur vollständigen Zersetzung des Carbonyls. Es entstehen die entsprechenden Nickelhalogenide in glatter Reaktion.

[Ni(CO)4]+ Cl2 NiCl2+ 4CO
Seite 4 von 8