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Magnesiumsulfat

Synthese von Magnesiumsulfat

Herstellung von wasserfreiem Magnesiumsulfat

Wasserfreies Magnesiumsulfat wird aus den Hydraten Kieserit und Bittersalz Vitriol durch Entwässern dargestellt. Beim Vitriol M(II)SO4 · 7H2O, sind sechs H2O-Moleküle oktaedrisch an das Metall-Ion angelagert, während ein H2O-Molekül über Wasserstoff-Brücken an das Sulfat-Ion gebunden ist (Konstitution: [M(H2O)6]SO4 · H2O). MgSO4 · 7H2O verliert die ersten sechs Wasser-Moleküle bei 150 °C, das siebente erst oberhalb 200 °C.

MgSO4 · 7H2O MgSO4 · H2O+ H2O MgSO4 · H2O MgSO4+ H2O

Technisch erfolgt die Entwässerung bei 500 °C im Drehrohrofen.

Weitere Darstellungsmöglichkeiten

Magnesiumsulfat kann durch Umsetzung von Schwefelsäure mit Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat oder Magnesiumhydroxid gewonnen werden. Die Behandlung Magnesiumhaltiger Mineralien (z. B. Dolomit, Olivin) mit Schwefelsäure liefert ebenfalls Magnesiumsulfat. Die Umsetzung von Magnesiumoxid (calciniertes Dolomit) mit Eisendisulfid in Anwesenheit von Sauerstoff ist als Festkörperreaktion durchführbar.

8MgO+ 4FeS2+ 15O2 8MgSO4+ 2Fe2O3
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