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Magnesium(II)-chlorid

Synthese von Magnesium(II)-chlorid

Natürliche Vorkommen

Magnesiumchlorid kommt in Kalisalzlagerstätten als Carnallit, KCl·MgCl2·6 H2O vor und wird technisch aus den Endlaugen der Salzaufbereitung zur Gewinnung von KCl gewonnen. Das Hexahydrat wird durch Eindampfen erhalten und durch Entwässern bei 300 °C im HCl-Strom in das wasserfreie Magnesiumchlorid überführt.

Gewinnung aus dem Meerwasser

In den Meeren stellt Magnesiumchlorid einen Hauptbestandteil der gelösten Salze dar. Nach dem DOW-Verfahren kann das Magnesiumchlorid aus dem Meerwasser gewonnen werden, indem zunächst durch Zugabe von Kalkmilch unlösliches Magnesiumhydroxid ausgefällt wird.

MgCl2+ Ca(OH)2 Mg(OH)2+ CaCl2

Das Magnesiumhydroxid wird anschließend mit Salzsäure in Magnesiumchlorid umgewandelt:

Mg(OH)2+ 2HCl MgCl2+ 2H2O

Gewinnung aus Magnesiumhydroxid

Magnesiumhydroxid wird durch Calcinieren bzw. durch kräftiges Erhitzen zunächst in Magnesiumoxid und dann unter Zusatz von Kohle und Chlor in Schachtöfen zu Magnesiumchlorid umgesetzt. Das erforderliche Chlor entsteht als Nebenprodukt der Schmelzflusselektrolyse zur Gewinnung von Magnesium.

Mg ( OH ) 2 MgO + H 2 O MgO + C + Cl 2 MgCl 2 + CO ( ΔrH° = 150,3 kJmol-1 )

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