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Magnesium(II)-chlorid

Reaktivität von Magnesium(II)-chlorid

Darstellung von Magnesium (Schmelzflusselektrolyse)

Die Schmelzflusselektrolyse von wasserfreiem Magnesiumchlorid erfolgt bei ca. 800 °C und 5-7 V unter Zusatz von Kaliumchlorid und Calciumchlorid zur Schmelzpunkterniedrigung. An den Graphitanoden entsteht Chlor und an den Eisenkathoden sammelt sich flüssiges Magnesium, das abgetrennt wird.

Mg2++ 2e Mg 2Cl Cl2+ 2e

Reaktion mit Wasser

Magnesiumchlorid nimmt begierig Wasser auf. Es zerfließt sehr schnell an der Luft und bildet eine Reihe stabiler Hydrate. Die wässrige Lösung reagiert neutral (pKa = 10,5), die Neigung zur Protolyse des gebildeten[Mg(H2O)6]2+ ist folglich gering ausgeprägt.

[Mg(H2O)6]2++ H2O [Mg(OH)(H2O)5]++ H3O+

Thermische Zersetzung der Lösung

Durch hydrolytische Spaltung entweicht beim Eindampfen von MgCl2 -Lösungen Chlorwasserstoff. Deshalb lässt sich das Hexahydrat nur in einer HCl-Atmosphäre ohne Zersetzung entwässern.

MgCl2+ H2O Mg(OH)Cl+ HCl

Nachweis von Mg2+ als Mg(NH4)PO4

Magnesiumionen bilden mit (NH4)2HPO4 einen weißen, in Wasser schwerlöslichen Niederschlag von Magnesiumammoniumphosphat-hexahydrat. Da Ca2+ , Sr2+ , Ba2+ und Schwermetallionen ebenfalls eine Fällung mit Phosphat ergeben, müssen sie vorher abgetrennt werden.

Mg 2 + + HPO 4 2 + NH 3 + 6 H 2 O Mg ( NH 4 ) PO 4 6 H 2 O

Quantitative Bestimmung von Mg2+

Magnesium-Ionen besitzen ein hohes Komplexbildungsvermögen mit ein- und mehrzähnigen Liganden. Der Gehalt an Mg2+ kann deshalb komplexometrisch mit EDTA (Ethylendiamintetraacetat, Komplexon III) als Maßlösung bestimmt werden.

Mg2++ H2Y2 [MgY]2+ 2H+

(H4Y = (HOOC-CH2)2N-CH2-CH2-N(CH2-COOH)2)

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