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Quecksilber(I)-chlorid

Reaktivität von Quecksilber(I)-chlorid

Disproportionierung

Hg2Cl2 unterliegt beim Behandeln mit Ammoniakwasser einer Disproportionierung:

Hg2Cl2+ 2NH3 H 2 O Hg+ [Hg(NH2)]Cl+ NH4++ Cl

Es tritt Schwarzfärbung ein, die auf das gebildete feinverteilte Quecksilber zurückzuführen ist. Quecksilber(II)-amidchlorid ist weiß. Das Kation {(HgNH2)+}X ist aus gewinkelten Ketten mit linearen N-Hg-N-Gruppierungen aufgebaut:

Die Verbindung wird unschmelzbares Präzipitat (von lateinisch praecipitatum "Niederschlag") genannt. Sie entsteht in reiner Form (ohne Beimengung von elementarem Quecksilber), wenn HgCl2 mit Ammoniakwasser umgesetzt wird.

Kalomel-Elektrode

Die Kalomel-Elektrode ist eine Elektrode konstanten Potenzials (Elektrode zweiter Art) und wird häufig als Referenzelektrode statt der Normalwasserstoffelektrode verwendet. Das Potenzial in einem Gemisch aus Quecksilber und Quecksilber(I)-chlorid bleibt auch bei geringem Stromfluss konstant, wenn es von einer Chloridionen-Lösung konstanter Konzentration (zumeist gesättigte KCl -Lösung) umgeben ist. Das Potenzial wird mittels eines Platindrahtes in dem Quecksilber/Quecksilber(I)-chlorid-Gemisch gegenüber einer anderen Halbzelle gemessen.

Hg 2 Cl 2 + 2 e 2 Hg + 2 Cl ( E = + 0,241 V , über KCl  aq , gesättigt   )

Abb.1
Kalomel-Elektrode
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