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Quecksilber(I)-chlorid

Kontext und Literatur zu Quecksilber(I)-chlorid

Quecksilber(I)-halogenide

Alle Quecksilber(I)-halogenide sind dimer. Analog den Silberhalogeniden sind die Verbindungen Hg2X2 (X = Cl, Br, I) unlöslich in Wasser. Hg2F2 ist wasserlöslich, hydrolysiert aber rasch unter Bildung von HF und einem Gemisch von Hg und HgO .

In wässrigen Lösungen von Quecksilber(I)-Salzen mit schwach koordinierenden Anionen wie Hg2(NO3)2 und Hg2(ClO4)2 liegen stabile Kationen [(H2O)Hg-Hg(H2O)]2+ vor.

Unschmelzbares und schmelzbares Präzipitat

Neben dem unschmelzbaren Präzipitat ([Hg(NH2)]Cl) gibt es ein schmelzbares, das bei der Umsetzung von HgCl2 mit gasförmigem Ammoniak gebildet wird:

HgCl 2 +2 NH 3 [ Hg ( NH 3 ) 2 ] Cl 2 (Tfus = 300°C )

Es besteht aus isolierten, in saurer Lösung beständigen linearen Kationen [Hg(NH3)2]2+ .

Millon'sche Base [Hg2N]OH

Kochen einer Aufschlämmung des unschmelzbaren Präzipitates in Wasser führt zum Chlorid der Millon'schen Base:

2Hg(NH2)Cl [Hg2N]Cl+ NH4++ Cl

Die Kationen [Hg2N]+ bilden ein dreidimensionales Netzwerk mit linearen N-Hg-N-Einheiten. In den Hohlräumen sind die Chlorid-Ionen sowie das Hydratwasser eingelagert.

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Abb.1
Chlorid der Millon'schen Base (ohne Hydratwasser)
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